Bildgeschichte “Chez Dasson”

Alles ist gut.   Nur nicht immer,   nur nicht über­all,   nur nicht für alle.  (Novalis)

Por­trait Men­schen und ihr Leben
Bei der Land­wirts­fam­i­lie Dassonville

Eine kleine Land­wirtschaft (75 ha) in einem kleinen Dorf (150 Ein­wohn­er, ganze 12 haben ein Tele­fon) inmit­ten der Picardie (F), nicht weit von der Somme ent­fer­nt. Hier lebt und arbeit­et die Fam­i­lie Das­sonville. Der “Patron”, das Fam­i­lienober­haupt, wird von allen nur “Das­son” genan­nt, seine Frau “Denise”, mit ihrem richti­gen Vor­na­men. Dazu gehört noch eine Tochter, die mit im Haushalt lebt. Ihr älter­er Brud­er Denis hat geheiratet und wohnt mit sein­er Frau Nicole und dem gemein­samen Sohn im Nach­bar­dorf, hil­ft aber auf dem Hof mit, wenn er Zeit hat, also sel­ten, denn die Land­wirtschaft liegt ihm nicht.

Anbei also ein paar Momen­tauf­nah­men aus der Fam­i­lie, mit der ich einen sehr engen und emo­tionalen Kon­takt hat­te; es gibt natür­lich noch viel mehr Bilder, die ich aber aus Grün­den des Respek­ts vor der Pri­vat­sphäre der Fam­i­lie nicht veröf­fentlichen werde. Die sind  und bleiben eine fam­i­lien­in­terne Sache. Und natür­lich gibt es auch viele Bilder, die ich erst gar nicht gemacht habe; denn wenn man selb­st emo­tion­al “mit­ten drin” und emo­tion­al engagiert ist, ver­liert man den Abstand und ist kein Beobachter mehr; also fotografiere ich nicht und lasse es von vorne­here­in sein.

Dazu fällt mir die Geschichte eines Kol­le­gen ein: Ein junger Fotograf erhielt von sein­er Zeitung den Auf­trag, eine Bil­dreportage über die dama­lige Stu­den­ten­rev­o­lu­tion in Paris zu machen. Er war von den Geschehnis­sen so beein­druckt und die Anliegen der Stu­den­ten zogen ihn der­art in seinen Bann, dass er schließlich selb­st mit den Stu­den­ten auf einem Wagen saß und mit ihnen protestierte und Parolen hin­aus­brüllte.  Seine Kam­era und das Fotografieren ver­gaß er völ­lig. Aus sein­er Reportage wurde so natür­lich nichts, er kam mit leeren Hän­den in die Redak­tion zurück. Einen Job hat­te er danach nicht mehr …

Et les voilà:

Tech­nis­ch­er Hin­weis: Alle Fotos sind wegen schnellerer Seit­en­ladezeit auf 800 dpi run­terge­brochen, die Bildqual­ität ist u. a. abhängig von Qual­ität und Ein­stel­lun­gen des Betrachter-Bildschirms.

Auf der Fahrt zum Arbeitsplatz
Le Patron, das Fam­i­lienober­haupt “Das­son”
Seine Frau Denise, heute gibt’s Kaninchenbraten …
Noch ist genug vom “Stöf­fche” drin im Fass
Eine ist schnell leer, wir nehmen noch eine mit nach oben …
Lagebe­sprechung: Mor­gen soll die Sau geschlachtet werden …
Auch im dazuge­höri­gen kleinen Wald­stück gibt’s immer Arbeit
Pause, erst mal eine rauchen
Ein Feiertags-Spaß: Eselreiten
Der große Tag: Erste hl. Kommunion
“Du, das muss ich dir unbe­d­ingt erzählen .….”
Ihr Erwach­se­nen seid lang­weilig, wir gehen lieber auf dem Hof spielen …
Nach dem Aben­dessen schaut der Nach­bar noch auf einen Roten vorbei …
Ein anstren­gen­der Tag,  schlaf gut ma chère, a demain …